Borromäerinnen im kath. Kinderheim St. Josef in Düren

Anschrift

Konvent der Borromäerinnen
Kinderheim St. Josef
An St.  Bonifatius 10 
52351 Düren

Geschichte

Am 1. Dezember 1855 kamen die ersten drei Schwestern nach Düren und übernahmen die Leitung und Versorgung des kath. Waisenhauses mit ca. 30 Waisenkindern. Das Waisenhaus wurde unter den Schutz des hl. Josef gestellt.

"Fromme Damen der Stadt waren den Schwestern behilflich. Hochherzige Wohltäter und fromme Vermächtnisse traten helfend ein" (aus der Haus-Chronik).

Laut Rescript des Innenministeriums sollten die Schwestern am 1. Oktober 1876 infolge des Kulturkampfes das Haus verlassen und durch weltliche Kräfte ersetzt  werden. Da aber so schnell keine geeigneten Personen zu finden waren, wurde auf Bitten des Kuratoriums die Auflösungsfrist bis zum 1. April 1877 verlängert.
Zwölf Jahre später gelang es dem Kuratorium mit Genehmigung der Regierung, die Schwestern wieder zurückzuholen. Somit wurde den Schwestern am 15. Juli 1890 zum zweiten Mal die "Anstalt" übergeben.

Am 10. November 1944 flüchteten die Schwestern mit etwa 100 Kindern und Säuglingen nach Erfurt.

Im Oktober 1945 wurde den Kindern und Schwestern ein leerstehendes Krankenhaus in Bracht am Niederrhein zur Verfügung gestellt, da das Kinderheim in Düren völlig zerstört war. Hier lebten sie acht Jahre.

Im Juli 1953 kehrten alle wieder nach Düren zurück.

Bis 1992 wurde das heutige Kinderheim von den Schwestern geleitet.

Heute

konvent_düren 2016

Zurzeit sind wir drei Schwestern, die im Kinderheim St. Josef leben und ehrenamtliche Dienste übernehmen.

Es ist uns wichtig, den Kontakt zu den Mitarbeitern, Kindern, Jugendlichen und ehemaligen Heimkindern weiterhin zu pflegen. Dazu gehören auch Kontaktbesuche zu ehemaligen behinderten Frauen außerhalb des Hauses.

Der größere Anteil unserer Dienste liegt im kirchlichen Bereich.

Da wir 4x in der Woche (davon zwei Pfarrmessen) Gottesdienst in unserer Hauskapelle feiern, übernehmen wir den Sakristei- und Lektorendienst. Bei Bedarf sind wir auch als Kommunionhelfer in der Pfarrkirche tätig

Täglich, außer an den Wochenenden, wird der Rosenkranz  (von der Pfarrei angeregt) in unserer Kapelle gebetet.

Einmal in der Woche feiern wir abends die Hl. Messe mit integrierter Vesper, an der auch einige Pfarrangehörige gerne teilnehmen.

Durch diese gemeinsamen Gebetszeiten sind wir fest in das Pfarrleben eingebunden.

Neben diesen ehrenamtlichen Diensten ist es uns wichtig, an unseren gemeinsamen Gebetszeiten und nach Möglichkeit an der täglichen Eucharistiefeier und an den Tischzeiten teilzunehmen.

Auch wenn wir nicht mehr aktiv im pädagogischen Bereich tätig sind, können wie durch unser Gebet mithelfen, alle Sorgen und Nöte des Hauses in die Hände Gottes zu legen und um Schutz und Beistand für unsere Kinder und Jugendlichen zu bitten.

 

Text:Sr. Stefanie Herf, Düren

düren kapelle

Bild: Sr.Maria-Magdalena Roths

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